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Projekt "Kritische Masse"

Regionale Kulturpolitik Münsterland: "Labor Münsterland - Experimentierstätten und Versuchsanordnungen

Themenfeld "Kritische Masse" - Kunst und Energie im Münsterland

Das Gesamtprojekt will mit künstlerischen Strategien und Mitteln eine kritische Befragung des Themas Energie im Münsterland durchführen und mit ästhetischen Mitteln die zentrale Stellung der Energiefrage für die Zukunft bewusst machen.

Im Labor Münsterland entstehen neue Ereignis- und Experimentierfelder in interdisziplinären Foren und Werkstätten für spartenübergreifende Projekte. Sie erschaffen  temporäre kreative Milieus  und stärken so das kulturelle und wirtschaftliche Profil der Region. Der Untersuchungsgegenstand des Labors sind die disparaten und divergenten Energieidentitäten des Münsterlandes: vom Windrad über die Kohle bis zum Atomzwischenlager. Eine angestrebte Wirkung des Projektes ist die Schaffung und Fortführung eines öffentlichen Diskurses zum Thema Energie, welches eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft darstellt, unter besonderer Berücksichtigung der regionsspezifischen  Besonderheiten.

  • Die konkreten Verfahren und Vorgehensweisen sind: Künstlerische Aktionen und Strategien im öffentlichen Raum und im Internet, Ausstellungen, partizipatorische Versuchsanordnungen und Experimente
  • Zielgruppen sind alle Kulturbereiche, politisch und ökologisch interessierte  Bürger, Kulturschaffende, Freie Szene, Institutionen

Kurzinfo zu den Projektzielen an den verschiedenen Standorten:

Die Fragestellung des Gesamtprojektes lautet: Was passiert, wenn Künstler die Energiefrage stellen und sich mit Energiefragen auseinandersetzen?

Das Projekt ist grundsätzlich dezentral (verschiedene Orte, verschiedene autonom agierende Akteure und Veranstalter vor Ort) und im Sinne einer Versuchsanordnung weitgehend ergebnisoffen angelegt. Folgende Grundstruktur und thematische Ausrichtung hat das Projekt bezogen auf die verschiedenen beteiligten Städte:

1) Ahlen ist wie keine Stadt im Münsterland geprägt von der Gründung, dem Betrieb und der Schließung der Zeche, Folge einer zur Geschichte gewordenen Energiewende, die Spuren hinterlassen hat. Der Wahrnehmung dieser Spuren, den Spuren der Subsituierung des Brennstoffs Kohle durch andere Energieträger wird die eigene Ästhetik fossiler Brennstoffe gegenüber gestellt.
In dem vom KunstVerein Ahlen und dem Kunstmuseum Ahlen eingerichtetem "Labor Münsterland, Standort Ahlen" , gehen in 2012/2013 Künstler, Energie-Experten und Bürgern in partizipatorischen Plattformen auf Spurensuche

Auskunft erteilen:
Kunstverein Ahlen
Andrea Bergmann
T. 02382-889704
andrea_bergmann@t-online.de

Kunstmuseum Ahlen
Burkhard Leismann
T. 02382-91830
info@kunstmuseum-ahlen.de

2) Die Galerie Münsterland Emsdetten (2012) und das Kloster Gravenhorst (2012) und initiieren künstlerische Kommunikationsprozesse zur Frage der Energieautarkie. Kommunikation und Konflikt sind dabei die Elemente einer ästhetischen Provokation zur Bürgerbeteiligung.

Auskunft erteilt:
Galerie Münsterland Emsdetten
Dr. Andrea Brockmann
info@galerie-muensterland.de
T. 02572-89007
T. 0163/4418392

3) In Münster wird das Thema Energie aus einer Perspektive als Universitätsstadt und Verwaltungszentrum der Region befragt.

3.1. Die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster AZKM (2013) will die differenzierten Forschungen zu energetischen Speichermedien auf den ästhetischen Prüfstand stellen und kooperiert dazu mit Künstlern und den entsprechenden Disziplinen der Hochschulen vor Ort.

Auskunft erteilt:
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster
Dr. Gail Kirkpatrick
Kulturamt Münster
T. 0251-492-4191
Fax 0251-492-7752
kulturamt@stadt-muenster.de
kirkpatrick@stadt-muenster.de

3.2. Der Berliner Kunstverein Münster (2012) organisiert einen Open Call "Elektrische Interventionen". Die ausgewählten Projekte werden standortgerecht direkt am Kraftwerk oder dem Umspannwerk realisiert. Der Funke springt über ...

Auskunft erteilt:
Berliner Kunstverein Münster
Oliver Breitenstein
T. 0251-2464004
T. 0176/24090410
breitol@muenster.de

3.3. Der Begriff der "Kollektiven Entscheidung" wird in einer diskursiven Vortrags und Aktionsreihe des Westfälischen Kunstvereins (Tagung in 2012) hinterfragt.  Wie werden in einer Demokratie Entscheidungen gefällt? Ab wann wird eine Entscheidung des Einzelnen ausschlaggebend für die Gemeinschaft, wann wird die kollektive Entscheidung relevant für den Einzelnen? Im Rahmen von "Kritische Masse" wird dabei die aktuelle Energiewende in Deutschland gemeinsam mit Fachleuten, Aktivisten und Künstlern aus der Region ausgeleuchtet.

Auskunft erteilt:
Westfälischer Kunstverein Münster
Katja Schroeder, Direktorin
T. 0251-46 157
Fax 0251-45 479
schroeder@westfaelischer-kunstverein.de

5) Als unmittelbarer Nachbar des Atomzwischenlagers lotet die Stiftung Künstlerdorf Schöppingen das Spannungsfeld von Gefahrenpotential und ökonomischen Sachzwängen aus. Die geladenen Künstler beschreiten dabei Pfade jenseits der etablierten musealen Institutionen und verwirklichen experimentelle Strategien zur atomaren Frage. Folgende Künstlerinnen und Künstler sind hier beteiligt:

Laura Popplow
Köln
l.popplow@gmx.de

T. 0178-8123517

Barbara Caveng: Reaktorherz
caveng@caveng.net
www.caveng.net
T. 0171/7560028

31art
Haike Rausch & Torsten Grosch

Frankfurt
hr@431art.org

T. 069 - 74 73 27 39
T. 0176 - 53 53 21 58

Karl Heinz Jeron
Berlin
mail@khjeron.de

T. 030-6149463
T. 0170/2127673

Mark Straeck
Berlin
moonmadartist@web.de

T. 0176/96501233

Auskunft erteilt:
Stiftung Künstlerdorf Schöppingen
Dr. Josef Spiegel
Feuerstiege 6
48624 Schöppingen
T. 02555-9381-0
spiegel@stiftung-kuenstlerdorf.de

6) "Viel Wind um Etwas" In Rheine im Kloster Bentlage (2012) wird die Energiefrage am konkretesten in den Wind gestellt. Das Kraftwerk selbst - die Windmühle wird künstlerisch transformiert und einer kunsthistorisch-skeptischen Bebilderung ausgeliefert.

Auskunft erteilt:
Kloster Bentlage Rheine

Martin Rehkopp, Künstlerischer Leiter
rehkopp@kloster-bentlage.de
05971-918 400