HYPERIMAGE

Sven Henric Olde und Valentino Magnolo laden ein…
HYPERIMAGE
Künstler / Künstlergruppe Aaron Scheer, Anna Nero, Götz Schramm, Judith Kaminski, Lukas Glinkowski, Moritz Neuhoff, Sven Henric Olde, Tamara Malcher und Valentino Magnolo
Laufzeit 18.03.2022 – 17.04.2022
Vernissage 18.03.2022

HYPERIMAGE

mit aktueller Kunst von jungen nationalen KünstlerInnen.
Beteiligt an dem Ausstellungsprojekt sind Aaron Scheer, Anna Nero, Götz Schramm, Judith Kaminski, Lukas Glinkowski, Moritz Neuhoff, Sven Henric Olde, Tamara Malcher und Valentino Magnolo.
Das gleichnamige Kunstbuch "HYPERIMAGE" wird bei der Vernissage am 18.03.2022 in der Stadt Galerie Ahlen vorgestellt. Alle KünstlerInnen sind anwesend.

Aufbau und letzte Vorbereitungen

Sven Henric Olde und Valentino Magnolo mit Klaus Eckhoff schwer in Aktion

Nun, nachdem das Projekt "HYPERIMAGE" seit fast zwei Jahren läuft, ist es in die letzte Phase vor dem Start eingetreten. Der Aufbau steht an, die Werke von neun KünstlerInnen sollen optimal präsentiert werden in der StadtGalerie an der Königstraße in Ahlen.
Wenn am Freitag, 18. März 2022, ab 19 Uhr die Vernissage läuft, soll klar sein, dass hier ein außergewöhnliches Ereignis seinen Lauf nimmt.

Die Kuratoren Sven Henric Olde und Valentino Magnolo wünschen sich seit vielen Jahren eine künstlerische Zusammenarbeit. Zu Studienzeiten haben sich die beiden kennen und schätzen gelernt, über zehn Jahre entwickelte sich eine enge Künstlerfreundschaft, die nun im Projekt "HYPERIMAGE" ihren vorläufigen Höhepunkt findet.

Sieben weitere KünsterInnen wurden gesucht und gefunden, teils kannte man sich, teils haben die Kuratoren in den digitalen Medien nach geeigneten Mitstreitern gestöbert.
Die Herausforderung haben beide gemeistert, sogar ein gemeinsames Kunstwerk von allen neun Beteiligten aufgelegt, ein wertvolles Buch, das in einer Auflage von 70 Exemplaren in der Ausstellung angeboten wird.

Ein besonderes Projekt

Kunstbuch ist Teil von Hyperimage und damit ein eigenes Kunstwerk

Ahlen. Die beiden Künstlerfreunde und Kuratoren Valentino Magnolo und Sven Henric Olde laden zu Freitag, 18. März, ab 19 Uhr ein in die StadtGalerie. Dort haben sie im Namen des Kunstvereins Ahlen einen ganz besonderen künstlerischen Leckerbissen angerichtet. „Hyperimage“ ist das Menü mit neun einzelnen Kunstwerken betitelt, und als Schmankerl obendrauf gibt es ein von den beiden Kuratoren eigenhändig in der Druckerei der Kunstakademie Münster erstelltes Kunstbuch gleichen Titels. In einer limitierten Auflage von 60 Exemplaren zeigt die edel gestaltete Sammlung Bilder von allen neun Künstlern und gilt als eigenes Kunstwerk, das als „Hyperimage“ sozusagen farbig auf Weiß nachhause getragen werden kann.
Zum Preis von 70 Euro (60 Euro für Kunstvereinsmitglieder) erhalten die Kunstliebhaberinnen eine künstlerische Übersicht der Sonderklasse, denn die Teilnehmenden haben in den meisten Fällen nicht die in der StadtGalerie gezeigten Bilder beigesteuert, sondern noch andere Werke ausgesucht.

So ist neben der physischen Ausstellung ein Gemeinschaftswerk entstanden, das nochmals ganz neue Einblicke in das Schaffen der jungen Kreativen aus ganz Deutschland bietet.
Ausgewählt haben Valentino Magnolo und Sven Henric Olde die Ausstellungsteilnehmer zum einen nach ihrer Arbeitsweise.
„Wir wollten auf jeden Fall der Malerei einen Raum bieten“, so Sven Henric Olde.
Und dann haben sie natürlich nach der Qualität geschaut.
Alle Ausgewählten sind akademische Malerinnen und Maler, die ihre Bilder unter anderem zu großen Teilen in den digitalen Medien präsentieren.
So hatten die Kuratoren die Chance, nach Sichtung von Instagramm und Co.

auch Werke von Künsterinnen zu präsentieren, die sie persönlich gar nicht kannten.
Das jedoch ist längst Geschichte, denn per Videotelefonie sind sich die Neun inzwischen näher gekommen.
Man kennt und schätzt sich, und wie können Künstler sich besser zusammenschließen, als in einer gemeinsamen Ausstellung mit einem gemeinsam konzipierten Kunstbuch?
Und so ist „Hyperimage“ entstanden, die Ausstellung läuft bis Gründonnerstag, 14. April. (Bilder und Texte Lisa Voß-Loermann)

Trotz Corona zahlreiche Besucher zur Vernissage

Hyperimage: Kunst ist zu Kriegszeiten besonderer Ausdruck von Freiheit

Ahlen. Neun Künstlerinnen und Künstler, neun malerische Positionen und mindestens neun mal neun Besucher, die sich diesem künstlerischen Blick stellen wollten: das Experiment „Hyperimage“ ist geglückt. Als am Freitagabend Vorstand Ulrich Loermann die Gäste des Kunstvereins in der Stadtgalerie willkommen hieß, war die Spannung mit Händen zu greifen, was da wohl kommen möge.
Die Kuratoren Sven Henric Olde und Valentino Magnolo hatten mit ihrer Ausstellung hohe Erwartungen bei einem konzentriert lauschenden Publikum geweckt. Lange wurden die Gäste aber nicht auf die Folter gespannt, nach kurzer Begrüßung mit dem nachdenklichen Hinweis, Kunst habe auch immer etwas mit Freiheit zu tun und sei deshalb gerade in diesen Zeiten des Krieges in der Ukraine besonders wichtig, dankte Loermann dem Sponsor Franz Dieter Kaldewei, der „Hyperimage“ mit seiner Spende erst ermöglicht habe.

Dass auch die frisch installierte städtische (Kultur)-Dezernentin Stephanie Kosbab den Weg in die Vernissage gefunden hatte, freute den Ko-Vorstand, und er übergab das Wort an Valentino Magnolo. Keine leichte Aufgabe für den Mitinitiator der Exposition: Was denn das genau bedeute, Hyperimage, hatten sich die meisten der Besucher vor Beginn des Abends gefragt, und Valentino Magnolo hub an zu einer Erklärung eines nicht ganz unkomplizierten Gebildes. Tenor der kurzen Lehrstunde: Jede Zusammenstellung von Bildwerken zu einem größeren Ganzen, das hatte schon der Kunsthistoriker Felix Thürlemann 2013 konstatiert, komme einer Deutung und ästhetischen Wertung der beteiligten Werke gleich. So, wie die Werke zusammengestellt seien, etwa derzeit in der Ahlener Stadtgalerie, forderten sie von den Betrachtenden wechselnde Blickstellungen.

Letztere sehen die einzelnen Werke der neun Kunstschaffenden und setzen sie in Beziehung zueinander, zu einem „Hyperimage“. „Wir haben hier einen Ist-Zustand der zeitgenössischen Malerei“, so Magnolo. Dabei gehe es nicht nur um die klassische Malweise, sondern um Grenzgänge, eine Aufhebung der Sparten mit virtuellen, collagierten, gedruckten aber auch gepinselten Mitteln. Die hybriden Formen der unterschiedlichen Aus- und Einblicke, so der Kurator, würden sichtbar in dem der Ausstellung zugehörigen Buch gleichen Titels, das als verlängerter Arm des Konzeptes verstanden werden solle. Nach der Theorie freuten sich die Gäste dann auf die Praxis, sprich: die Bilder an den Wänden der Stadtgalerie. Der Künstlerische Leiter Sven Henric Olde wurde konkret und stellte diese und ihre Urheber dem begeisterten Auditorium vor. (Texte und Bilder: Lisa Voß-Loermann)