Stadtbesetzung 2026
Im Rahmen der »Stadtbesetzung« wird die Künstlerin MIAMI PUNK MACHINE (Jasmin Lebacui) einen wenig beachteten Orte im innerstädtischen Raum von Ahlen mit einem großformatigen Mural untersuchen. Ziel ist es aus einem Angstraum einen hellen, sichtbaren und sicheren urbanen Raum zu schaffen – insbesondere für Frauen und weiblich gelesene Personen in den Nachtstunden.
Anlass und inhaltlicher Bezugspunkt des Projekts ist der »Orange Day – Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen« am 25. November 2026. Gewalt und Unsicherheit im öffentlichen Raum gehören für viele Frauen zum Alltag: Dunkle Gassen werden gemieden, Umwege werden in Kauf genommen und Wege werden nachts bewusst nicht genutzt, um das Risiko eines Übergriffs zu minimieren. Diese alltäglichen Strategien der Selbstbeschränkung sollen sichtbar gemacht und zugleich aktiv hinterfragt werden.
Ergänzend werden Informationstafeln in das künstlerische Gesamtkonzept integriert. Diese enthalten niedrigschwellige Hinweise auf Notrufnummern, lokale Anlaufstellen und Ansprechpartner*innen, die im Ernstfall schnelle Hilfe ermöglichen.
So entsteht nicht nur ein ästhetischer Eingriff in den Stadtraum, sondern ein konkreter Schutz- und Kommunikationsraum, der signalisiert: Hilfe ist erreichbar, Aufmerksamkeit ist da, Wegsehen
wird nicht akzeptiert.
Unterstützt wird das Vorhaben durch das Gleichstellungsbüro der Stadt Ahlen.
Termine
18.08.–22.09.2026 + 25. November 2026
Live-Painting
18.08.2026 von 10 - 18 Uhr
01.09.2026 von 10 - 18 Uhr
08.09.2026 von 10 - 18 Uhr
15.09.2026 von 10 - 18 Uhr
22.09.2026 von 10 - 18 Uhr
Orange Day:
Mittwoch, den 25.11.2026
Adresse
Oststraße 13 | 59227 Ahlen
Die Künstlerin
Jasmin Lebaci aka MIAMI PUNK MACHINE ist eine im Ruhrgebiet lebende Grafikerin
und Künstlerin mit deutsch-palästinensischen Wurzeln.
Sie ist sowohl von der DDR-Geschichte als auch der Vergangenheit Palästinas geprägt.
Wärend ihrer Schullaufbahn wurde sie mit 15 Jahren von der Schwabinger Künstlerin Gabi
Gais entdeckt und war Schülerin in ihrem Atelier (München-Schwabing).
Nach dem Abschluss als Mediengestalterin entschloss sie sich, Bayern zu verlassen,
und studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Düsseldorf,
mit den Schwerpunkten Illustration und Animation. Nach dem Studium zog sie
nicht nach Berlin oder Hamburg, sondern ist dem Charme des Ruhrgebiets verfallen.
Ihre Arbeiten sind geprägt von Melancholie, Wahnsinn und Hoffnung zugleich.
Die Künstlerin legt in ihren Werken den Fokus auf Tabuthemen und Andersartigkeiten in
all ihren Facetten. Seit jeher fasziniert sie all das, was abseits der Norm liegt:
Von der Auseinandersetzung mit psychologischen Grenzzuständen über optische und
innerliche Diversität bis hin zur Ergründung vermeintlich fremder Welten oder Kulturen.
Der Ansatz lautet: Die Angst vor dem Fremden verlieren wir nur dann, wenn wir uns damit
auseinandergesetzt haben und begreifen.
MIAMI PUNK MACHINE arbeitet medienübergreifend und bedient sich bei ihrem Schaffen
verschiedenster Instrumente der künstlerischen Ausdrucksform, wie z. B. Animationsfilm,
Transformations-Performance und Malerei. Ihre Animationsfilme wurden bereits weltweit
auf Filmfestivals ausgestrahlt.




